Bilder aus der Zukunft

Ich bin durch meine Heimatstadt gelaufen und hab gesehen, wie sie sich verändert hat seit meiner Kindheit. Ich hatte gerade Rob Hopkins gelesen und die Bilder, wie viel schöner das Städtchen im Sauerland als Transition Town sein könnte, legten sich in meiner Fantasie darüber. Gar nicht unbedingt so wie früher, aber schöner. Auf moderne Art schöner. Die Bilder gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Was muss passieren, damit die Menschen ihr Verhalten ändern? Ich wollte wissen, was diese Menschen dazu bewegen könnte, ihre Stadt zu verwandeln. Ich bin zum Schuster gegangen und habe ihn gefragt, was seiner Meinung nach … Bilder aus der Zukunft weiterlesen

Kreativität

Das Zeichnen hat mich gerettet. KRIEGERSTOCK war mein erster Comic. Wenn ich den nicht gemacht hätte in der Situation damals, bei der Pflege meines Schwiegervaters, das wär nicht gut gegangen. Der Schwiegervater kam nicht mehr allein zurecht. Ins Heim wollte er nicht, wir hatten Platz, ich mochte ihn – also kam er zu uns. Er war 84. Er brauchte Hilfe. Beim An- und Ausziehen, beim Waschen. Ich bin mit ihm spazieren gegangen, zum Arzt, zum Einkaufen. Und oft saß ich dann da und habe gewartet, dass er sich sein Hemd zuknöpft, mit dem Rasieren, dem Waschen fertig wird. Und ich … Kreativität weiterlesen

Leadership, die Pferde und die Nhunggabarra

Das Pferd ist viel größer und sechsmal so schwer wie ich – und lässt sich führen. Es läuft neben mir her, um Kurven und Ecken, durch einen Stangen-Parcours, wohin ich will. Es wird schneller, langsamer, bleibt stehen, geht rückwärts. Als könnte es Gedanken lesen. Und ich habe den Eindruck, es macht das richtig gerne – sogar ohne Führung am Halfter! Wieso macht das Pferd das?! Ich kann es nicht glauben. Früher die Reitstunden waren so völlig anders, es gab Sporen und Gerte und Befehle. Ich hatte immer ein bisschen Angst. Das Pferd auch. Bei einer Freundin, sie ist Pferdeflüsterin, habe … Leadership, die Pferde und die Nhunggabarra weiterlesen

I like fish

Ich hab Freunde, die fahren nicht in den Osten, weil sie Angst haben vor Nazis. Und ich kenne Leute die ziehen da hin. Trotz Nazis. Und bauen was auf. Michael Wickert ist einer von ihnen. Micha hat in Gerswalde die Fischräucherei „Glut & Späne“ aufgebaut. Im Winter räuchert er drinnen, im Kalträucherofen. Da werden die Fischfilets in den kalten Rauch gelegt. Im Sommer räuchert er draußen, heiß überm Buchenholz-Feuer. In Gerswalde, auf der Terrasse der Schlossgärten: ein interessantes und beliebtes Ausflugsziel. Vor einigen Jahren haben engagierte Menschen angefangen, die zerfallenen Terrassen des Schlossgartens herzurichten und dort Permakultur-Gemüsebeete anzulegen. Da kann … I like fish weiterlesen

So werden Träume wahr

Was wäre, wenn wir schönere Städte hätten, wo man sich auch als Fußgänger sicher bewegen kann? Wenn wir kein Auto mehr brauchen würden? Wenn wir gesundes Essen hätten, was jede/r sich leisten kann? Wenn wir saubere Luft hätten zum Atmen? Wenn wir in gesunden Häusern wohnen würden? Mit Natur drumherum? Wenn wir nicht mehr in Urlaub fahren würden, weil es bei uns so schön ist? Wenn wir eine interessante und wichtige Arbeit hätten? Was wäre, wenn wir mit netten Menschen zusammen leben würden? Und wenn keiner mehr befehlen und keiner mehr gehorchen müsste? Was wäre, wenn wir liebevoll – okay … So werden Träume wahr weiterlesen

Bier ist politisch!

Es gibt was in der schönen Uckermark, was man nicht mehr oft sieht: Gerste! Und wofür braucht man Gerste? Genau! Für Bier. Uckermark? Ist das nicht diese „abgehängte“ Gegend da oben im Osten, wo nur noch alte Leute wohnen und keine Busse mehr fahren? Das mit den Bussen ist immer noch ein Problem, stimmt, aber sonst: Es tut sich was in der Uckermark – viele junge Menschen ziehen hier her und bauen was auf. Es gibt ökologischen Obstanbau mit alten Obstsorten, eine Gärtnerei, eine Schafzucht, eine Fischräucherei und vieles mehr. Und: eine Brauerei im Aufbau. Sarah kommt aus Köln. Sie … Bier ist politisch! weiterlesen

Gestern im Hambacher Forst

Ganz schön nervös, die junge Frau von der RWE-Security. Gestern hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Da will ich ein paar Fotos machen von dem großen Loch am Hambacher Forst, und als ich auf dem Weg bin zum Rand, höre ich hinter mir Hupen. Dann nochmal die Hupe. Anscheinend bin ich gemeint. Ein Wagen kommt hinter mir her, eine junge Frau rennt auf mich zu, das sei Werksgelände, das dürfe man nicht betreten. Na woher soll ich das denn wissen, da steht nirgends ein Schild. Ich erkläre, dass ich nur ein paar Fotos machen will vom Tagebau, sowas hab … Gestern im Hambacher Forst weiterlesen